Wie wird aus CO₂ ein mineralischer Werkstoff?
STYON schafft gezielt die Bedingungen, damit CO₂ mit geeigneten mineralischen Bestandteilen reagiert und dauerhaft Teil einer festen mineralischen Struktur wird.
Mineralisierung statt bloßer Speicherung.
Der STYON-Prozess in drei Schritten
01 AKTIVIEREN
Geeignete mineralische Rohstoffe werden so vorbereitet, dass sie gezielt mit CO₂ reagieren können.

Schematische Darstellung des STYON-Prozesses
02 FORMEN
Das Material wird verdichtet und in die gewünschte Geometrie gebracht.

Schematische Darstellung des STYON-Prozesses
03 CO₂ BINDEN
CO₂ reagiert mit den mineralischen Bestandteilen und wird als fester Bestandteil der Materialstruktur gebunden.

Schematische Darstellung des STYON-Prozesses
Das Ergebnis ist ein zementfreier mineralischer Werkstoff.

CO₂ wird Teil des Materials
Bei der Mineralisierung reagiert CO₂ mit geeigneten mineralischen Bestandteilen. Dabei entstehen feste mineralische Verbindungen – sogenannte Carbonate.
Das CO₂ wird dabei chemisch in feste mineralische Verbindungen überführt und Bestandteil der Materialstruktur.
- CO₂ trifft Mineralien
Geeignete mineralische Bestandteile reagieren mit CO₂. - Chemische Reaktion
Durch gezielte Mineralisierung wird CO₂ in feste Carbonatverbindungen überführt. - Feste Carbonate
Das Ergebnis sind feste mineralische Verbindungen innerhalb des Werkstoffs.
STYON steuert die Bedingungen, unter denen diese Reaktion im Werkstoff stattfinden kann.
Rezepturen, Mengenverhältnisse und konkrete Prozessparameter bleiben STYON-Know-how.
Was den Werkstoff auszeichnet
Zementfrei
STYON entwickelt mineralische Werkstoffe ohne klassischen Portlandzement als Bindemittel.
Mineralische CO₂-Bindung
CO₂ wird durch Mineralisierung Teil der festen Materialstruktur.
Formbar
Der Werkstoff kann in unterschiedliche Geometrien und Formate gebracht werden – vom Materialmuster bis zum funktionalen Bauteil.
Schrittweise validiert
Materialeigenschaften wie Dichte, Verarbeitbarkeit und Festigkeit sowie die CO₂-Mineralisierung werden systematisch untersucht, bewertet und weiterentwickelt.
Technologie ist für STYON kein Selbstzweck. Entscheidend ist, was daraus entsteht.
Vom Labor zur Validierung
STYON entwickelt den Werkstoff schrittweise weiter – von ersten Materialrezepturen und Probekörpern bis zur Erprobung unter realen Pilotbedingungen.
Im Fokus stehen dabei reproduzierbare Prozessbedingungen, geeignete mineralische Ausgangsstoffe sowie die systematische Bewertung von Materialeigenschaften und CO₂-Mineralisierung.
Schutzrechte
Für die zementfreien Materialsysteme N50 und R50 wurden Gebrauchsmuster erteilt.
Das CO₂-Verfahren ist als Patent anhängig.
Externe Validierung
Der L-Bank Innovationsgutschein Hightech unterstützt externe Materialprüfung und Validierung.
Innovationsprogramm
STYON ist 2026 Teil von KIGI – Kick Start Green Innovations.
Pilotmaßstab
Die Pilotanlage in Eschbach ist aufgebaut, an einen realen biogenen CO₂-Strom angebunden und in Betrieb. Dokumentierte Testreihen mit mineralischen Probekörpern laufen bereits.
Betriebsparameter, Materialverhalten und die Entwicklung der Probekörper werden dabei systematisch erfasst und ausgewertet.